Vor kurzem wollten Andre und meine Wenigkeit den Hechten wieder ein wenig auf den Zahn fühlen. Da wir uns in den letzten Wochen etwas genauer mit dem Twitchen auseinander setzten und sich diese Angeltechnik als sehr fängig erwies, so sollte die ganze Sache am gestrigen Angeltag noch etwas verfeinert werden. Gegen 10 Uhr waren wir am See und setzten unser Boot ein, um es startklar zu machen. Nachdem alles montiert war und der E-Motor uns gediegen über das Wasser gleiten ließ steuerten wir als erstes eine Insel an, die mit einem größeren Krautfeld umsäumt war. Das Echolot zeigte uns Tiefen zwischen 2 - 3 Meter an und auch Futterfisch war an diesem Platz reichlich vorhanden.
Andre begann den Angeltag mit einem Husky Jerk (Dekor: Red Head) von Rapala, der ihm nach seinem zweiten Wurf auch gleich den ersten Meister Esox ans Band brachte. Der Köder pegelte sich vom Lauf her in gut zwei Meter Wasseriefe ein und war so ideal in Sichthöhe der Räuber.


Das geht ja gut los", dachten wir, während ich noch meinen Illex MagSquad 115 (Dekor: Ablette) an das Vorfach montierte. Vom Dekor her ähnelte der Ablette einem taumelnden Weißfisch der sich ebenfalls wie der Rapala bei hartem twitchen in Tiefen zwischen 1,5 – 2 Meter Wassertiefe bewegte. Ich begann mit den ersten Würfen und auch bei mir knallte es gleich in der Rute.

Der Halbstarke war gerade abgehackt und zurückgesetzt, als ich beim nächsten Wurf schon den nächsten ans Band bekam.

Kurz nach mir legte Andre wieder einen nach.

Nach 2 Stunden hatten wir bereits 7 Hechte in verschiedenen Größen mit unseren Twitchbaits überlisten können. Es war ein Traum und wir hofften natürlich, dass es vom Beißverhalten so weiter geht!! Dem stand nichts im Wege und so knallte es fast im Minutentakt.Dann zeigte der Rapala Husky Jerk wieder seine volle Wirkung. In einer Spinnstop- Phase kam auf den Suspender eine heftige Attacke. Ein toller Drill begann, der mit einem schönen 76er Süßwasserleoparden (6 Pfund) belohnt wurde. Somit ging der "Tanz der Twitchbaits" weiter.


Es war das reinste Vergnügen, so viele Drills an einem Tag erleben zu dürfen. Wir hatten ein Dauergrinsen auf dem Gesicht! Gegen 17 Uhr traten wir den Rückweg an da wir das Boot noch verladen mussten. In gerade mal 6 Stunden intensiver Angelzeit konnten wir 18 Hechte zum Anbiss überreden. Die Größen lagen zwischen 35cm - 76 cm. Jeder von uns entnahm einen Hecht, den wir uns wohlverdient auf diesen Tag schmecken lassen wollten. Ein unvergesslicher Angeltag ging mit diesem Abschlussphoto zu Ende. Der goldene Oktober zeigte wieder einmal, dass er einer der besten Raubfischmonate ist.

Gruß,
Maik Bohnenstädt


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